Früher Elvis, später Elvis.

Wie angekündigt, eine weitere Nachbereitung des Stadtfestes in OHZ:

Im späteren Verlauf des Abends wurden wir noch Zeuge, dass Elvis lebt. Er tritt in geschmacklosen Schlangenleder-Cowboystiefeln im Bilbao in Osterholz auf.

Jetzt mal ernsthaft: Elvis ist ohne Zweifel der King of Rock. Aber wenn ich nun also Elvis imitieren wollte, würde ich ja wohl ganz stark den jungen Rock’n'Roll Elvis als Vorbild nehmen. Nicht den dicken, alten Elvis, der sich innerlich komplett in Tabletten aufgelöst hat und von merkwürdigen Gospeleinflüssen weichgespühlt wurde. Weil ich für diese Aussage an besagtem Abend nur fragende Blicke erhalten habe, hier eine Verdeutlichung in Bild und Ton am Beispiel des Songs Hound Dog:

1956:

1977:

Hier ist der King leider nicht in Aktion zu sehen, aber man hört, dass er kaum noch seinen Mund bewegt beim singen. Wirklich viel zu sehen gibt es bei den späten Konzerten sowieso nicht mehr. Er schlurft über die Bühne bekommt ununterbrochen Schals von einem Assistenten umgehängt, die er direkt an Frauen im Publikum verschenkt.

Extended Idiotismus.

extended

Wer hat sich eigentlich ausgedacht, das auf Scheiben gepresste Kaufversionen von Filmen „extended“ sein sollten und mindestens 25 Szene drin sein sollten, die die Originalfassung nicht enthielt?

Das ist doch grober Unfug. Ich möchte Originalfassungen, die nicht durch Szenen aufgeblasen werden, die der Regisseur für so unbedeutend, unspannend oder unansehnlich hielt, dass sie den Schneideraum ursprünglich nicht verließen.