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Photos. Philantropie. Pflichtlektüre. – Machtwort

Politischer Neuanfang.

zensurrepublik-deutschland

Eigentlich widerstrebt es mir, diesen Post zu schreiben. Eigentlich wollte ich Politik aus diesem Blog heraushalten, solange es nicht um meinen Antrieb zur Weltherrschaft geht.

Aber leider ist unser Land gestern politisch näher an China und den Iran gerückt. Der Bundestag hat gestern die Internet-Zensur in unserem Land beschlossen. Auch wenn sich die Große Koalition jetzt ziemlich sicher als Sieger fühlt, so sind sie es nicht. Ich möchte dazu René von Nerdcore zitieren.

Liebe Politik,
nach diesem Beschluß eines Gesetzes, das in mehreren Punkten gegen das Grundgesetz verstößt (Aushebelung der Gewaltenteilung, Verhinderung der Aufklärung von Straftaten), wird es auf sie in diesem Internet nur noch Scheiße regnen. Das ist ein Versprechen.

Sie haben folgenden Fehler begangen: Sie unterschätzen das Netz. Und das im Jahr 2009, herzlichen Glückwunsch.

Dem möchte ich mich voll und ganz anschließen und empfehlen, den ganzen Artikel zu lesen. Es kann nicht wahr sein, dass die beiden regierenden „Volksparteien“ die Rechte des Volkes mit Füßen treten. Man glaubt im sonnigen Berlin wohl, die „Netzgemeinde“ sei eine kleine Gruppe von Nerds, die man aus Wahlkampfgesichtspunkten mal eben ignorieren kann. Was sind schon eine halbe Million Leute?

Das erscheint umso kurzsichtiger, da unsere Lieben Politiker, die gerne jedem erfolgreichen amerikanischen Trend hinterher laufen, von Herrn Obama kürzlich eindrucksvoll demonstriert bekamen, dass mit einer effektiven Nutzung des Internets auch ein Schwarzer Präsident der USA werden kann. Die einzigen lehren, die man daraus gezogen zu haben scheint, ist es offenbar Politikerprofile im StudiVZ anzulegen und Wahlkampfspots bei YouTube einzustellen.

Diese Verbohrtheit ist so sagenhaft unglaublich, dass mir gar nichts mehr dazu einfällt. Glücklicherweise kann ich auch hier auf ein Zitat von René zurückgreifen:

Und hier nun der Fehler: Diese 500.000 Leute sind Teilnehmer im Netz. Die neuen Produzenten von Tweets, Postings und Content im Netz. Mit einem anderen Wort: Multiplikatoren. Und Sie wollen nicht wirklich 500.000 Multiplikatoren gegen sich haben, die Postings und Texte schreiben, die von 43,5 Millionen Menschen gelesen werden, oder? Haben sie aber, von jetzt auf ewig. Zum Vergleich: Die alteingesessene FAZ hat eine Auflage von 360.915 Exemplaren.

Diese 500.000 genannten Menschen haben Sie sich heute zum Feind gemacht. 500.000 Multiplikatoren im Netz, die twittern, bloggen und sich vernetzen. Und ich verrate Ihnen noch ein Geheimnis: Wir werden nicht weniger. Surprise!

Dass die Kinderpornografie nur ein Vorwand war, um die Zensur des Internets durch zu drücken wurde direkt gestern Abend deutlich. Thomas Strobel, seines Zeichens Generalsekretär der CDU in Baden-Würtemberg, forderte direkt mal die Zensur von Seiten zu „Killerspielen“ hinterher. Aber das verwundert ja wohl ernsthaft niemanden mehr in dem Zusammenhang, oder?

Wir sehen uns in den Wahlkabinen. Und im Netz natürlich!

Qualitätssiegel.

hannes

Gestern erhielt ich die höchste Auszeichnung, die ein Blogger im eurasischen Raum erhalten kann (siehe Bild).

Im Gegenzug möchte ich hier Hannes’ Berufsschul-Video verlinken. Wenn ich mich an mein eigenes Videoprojekt in der Berufsschule zurückerinnere, habe ich mich nicht einmal vor die Tür begeben und das ganze in iMovie zusammengerotzt. Hannes dagegen lässt sich von Autos anfahren und putzt Zähne bis das Zahnfleisch blutig ist. Teufelskerl!

dada da dada – dada da dada

Gerade den mittelmäßigen vierten Teil der Quadrologie um den Terminator gesehen. Wie gesagt, der Film verdient mit Mühe noch das Prädikat „geht so“, toppt aber wenigstens den dritten Teil.

Gelernt habe ich aber, dass die iPhones im Jahr 2018 von Sony kommen, von einem Vaio-Logo geziert werden und eine Software zum Türen knacken vorinstalliert haben (Krokodilklemmen als seperates Zubehör erhältlich). Außerdem habe ich mich mal wieder geärgert, den Trailer vorher gesehen zu haben. Es werden schon wieder unnötig viele Details im Trailer verraten.

Ist das dein Arsch, oder meiner?

Gestern war ich mit Herrn Blambar im Pier 2 anlässlich einer Rock-Tanzveranstaltung eines gewissen Herrn Urlaub. Wie zu erwarten war es natürlich ein schönes Konzert, allerdings habe ich zum wiederholten Male einige Beobachtungen gemacht, die ich an dieser Stelle mit der Welt teilen möchte.

1. Generation YouTube
Es stehen zunehmend mehr Leute im Publikum und halten ihr Handy, ihre Digicam, Mini-Camcorder oder was auch immer in die Höhe. Dabei schauen sie nahezu ununterbrochen auf das zwei mal zweieinhalb Zentimeter große Display. Jetzt mal ernsthaft Leute: Seid ihr völlig bescheuet? Ihr geht auf ein Konzert, das vor Euren Augen in Ultra High Definition läuft und schaut es auf einem Minidisplay? Nur um einen „Film“ zu produzieren den danach eh keiner angucken will?

2. Pogo
Natürlich wird zu solchen Anlässen gepflegter Pogo getanzt. Mitten vor der Bühne zu stehen, ist also eine Scheißidee, wenn man sich in Ruhe das Konzert ansehen will. Die Pogotänzer als Strafe wegzustoßen ist auch ein begrenzt sinnvolles Unterfangen. Aber: bitte, bitte, ihr ganzen kleinen Mädchen. Scharfkantiger Schmuck muss nicht sein, einige – wenn auch kleine – Schnittwunden zieren meine Arme.

3. Der Bone Smasher
Um bei den kleinen Mädchen zu bleiben. Wenn kleine Gruppen von kleinen Mädchen mitten im Pogo-Tanzareal versuchen sich nicht zu verlieren indem sie sich an den Händen halten, brechen sie sich im Zweifelsfall eher die Arme, als sich nicht zu verlieren.

4. Die Fotoamateure
Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Man sieht Leute, die die Lichtstimmung vor dem Konzert einfangen Wollen in der ersten Reihe stehen und die Kameras in ihren Händen Blitze abfeuern. Das ist eine bescheuerte Idee, weil es nicht klappt. Noch besser finde ich die Leute, die während des Konzertes von hinten mit ihrer Kompaktkamera Fotos machen. Natürlich ebenfalls mit Blitz. Wenn man drauf achtet sieht man anschließend ja kurz das Ergebnis im Display aufleuchten. Erwartungsgemäß sind das dann Bilder, die zu vier fünfteln schwarz sind und unten zwei Reihen Hinterköpfe zeigen. Fotografisch logisch, aber ich glaube kaum, dass es das gewünschte Ergebnis ist.

Für die Leute die sich bei den Punkten 1 und 4 angesprochen fühlen habe ich gleich noch einen gratis Tipp im Angebot: Wenn ihr auf einem Konzert seid, genießt das Konzert. Wenn ihr zuhause was davon haben wollt, kauft euch eine Live DVD. Die hat meist wesentlich bessere Bild- und Tonqualität als alles was ihr produziert und damit die Chance auch mal hin und wieder angeschaut zu werden.

Ich bin Guybrush Threepwood, ein mächtiger Pirat

Und es geht weiter. Ich muss gestehen, dass ich den vierten Teil der Monkey-Island-Spiele schon nicht mehr gespielt habe. Und auch der jüngst angekündigte fünte Teil mit dem Namen „Tales of Monkey Island“ reizt mich nicht wirklich. Es kommt irgendwie keine Atmosphäre rüber.

Oben drauf gibt es aber auch noch eine Special Edition des erstens Teil mit neuer Grafik. Überraschender Weise betitelt mit „The Secret of Monkey Island – Special Edition“. Hier hat man die alte, pixelige Grafik neu gezeichnet. Ich verstehe nicht, dass man den neuen Teil nicht auch direkt so aufgebaut hat. Aber ich sitze ja nicht als Entscheider bei Lucas Arts.


Herr Macht schwadroniert Klartext #2

button-down-hemden

So Jungs, heute gehts um Button-Down-Kragen an Hemden. Ich weiß nicht wer den Quatsch erfunden hat, aber offenbar setzt er sich immer weiter durch. Warum? Das sieht albern aus! Wie Stützräder am Fahrrad.

Kurzes bemühen verschiedener Suchmaschinen fördert außerdem zu Tage, dass es sportlich und praktisch sein soll. Also erstens ist ein Hemd sowieso schon mal nicht das sportlichste Kleidungsstück und was an mehr Knöpfen praktisch sein soll, verschließt sich mir auch.

Also runter mit den Stützrädern vom Kragen. Wider der Knopfindustrie – tragt Männer-Hemden!

(Foto unter CC von dominickv, denn ich habe keine entsprechenden Hemden als Motiv.)