Der 25. April in qualitativ fragwürdigen Bildern (1/3)

bhv

Vormittags im erträglich attraktiven Schaufenster Fischereihafen in einer mäßig attraktiven Kleinstadt namens Bremerhaven.

P.S.: Liebes TomTom, Firmenparkplätze zukünftig bitte nicht in die Routenplanung einbeziehen. MAN ist bestimmt ein tolles Unternehmen, umzäunt aber tragischerweise seinen Grundbesitz.

Der Tag als ich ein Auto zu weit hinten saß.

img_3675

Kein weiterer sinnvoller Text nur etwas Blindtext:

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen Sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.

Dann eben Bochum.

werder-bochum

„Ja, für das Spiel gegen den HSV haben wir noch Karten. Aber nur mit Sichtbehinderung.“

Danke nein. Auch wenn nicht ganz klar wurde, wie sie mir eine temporäre Sichtbehinderung verpassen will, zog ich es vor, darauf zu verzichten. Ich überweise nicht den Haushalt eines mittleren Entwicklungslandes an die Piraten von Premiere um dann noch mal für einen saftigen Aufpreis im Weser-Stadion hinter einem Kran zu sitzen.

Im Übrigen war die Auswahl des Spiels beliebig (Hat schon mal jemand versucht einen Batman-Wecker zu bekommen?).

König hoch.

jojoking

Nein, trotz des Titels geht es nicht ums Pokern, sondern um Stand-Up-Comedy. Genauer: Es geht um Herrn Johann König. Ich erinnere mich noch genau, dass es eine Zeit gab, in der ich diesen Spinner nicht mochte. Comedy ist wirklich ein schwieriges Kapitel bei mir. Dieser gedrückt sprechende Typ in seinem albernen rosa Hemd konnte mich beim rumzappen nie begeistern.

Eines Videoabends begab es sich dann, dass wir – der Grund ist mir bis heute schleierhaft – die DVD mit seinem Live-Programm „Ohne Proben nach oben“ ausliehen. Es war unglaublich: wir fielen fast vom Sofa vor lachen. In der Folge sah ich das nächste Programm „Johann König eskaliert“ und seine Lesung „Johann König liest Gestammelte Werke“ live und es war noch viel besser.

Samstag war es dann soweit und Herr König beehrte die Hansestadt mit seinem brandneuen Programm „Total Bock auf Remmi Demmi - Herr König schießt den Vogel ab!“. Ich muss jedoch stark davon abraten, sich dieses anzuschauen. Beinahe wäre ich noch im Pier 2 erstickt. Kurz vor Ende des Programms bekam ich samt der um mich sitzenden Personen keine Luft mehr, als er das große Finale seiner Karlauerparade zündete. Also im Interesse eurer eigenen Gesundheit: nehmt Abstand zu Herrn König.

Bild: johannkoenig.com

Hansestadtaffen.

hansestadtaffen

Foxxens Peter gab sich am heutigen Abend die Ehre unsere inzwischen umgetaufte Stadthalle im Rahmen seiner Stadtaffen-Tour zum Beben zu bringen. Wobei ich gestehen muss, dass ich ihn schon zum Tourauftakt in Osnabrück im Rosenhof vor einem Bruchteil der Zuschauer sah.

Die Vorband die damals mehr als ein Flop war wurde heute durch eine durchaus attraktive Reggae-Künstlerein aus Jamaika ersetzt, die auf den Namen Ce’Cile hört, aber auch gegen die eigentlichen Stars des Abends verblasste: Die Cold Steel Drumline. Diese Steeldrumcombo lieferte damals wie heute eine sensationelle Show und trug maßgeblich zum Erfolg des Abends bei.

Der Rest des Abends war wie zu erwarten. Das Album einmal rauf und runter, dazwischen ein paar Songs von Seeed und ein paar Remixe um die Zeit zu füllen. Der Chor war allerdings wesentlich hochkarätiger besetzt als noch in Osnabrück. So war neben Vanessa Mason und einem Sänger, dessen Name mir doch glatt entfallen ist, auch Miss Platnum im Chor. Letzte gab als Zugabe auch zwei Songs zum Besten.

Ansonsten keine weiteren Überraschungen: Springen, Tanzen, Schwitzen, Ersticken am T-Shirtstand, Arschlöcher auf dem Parkplatz. Eben alles, was zu einem gelungenem Konzertabend gehört. Natürlich ist ein Auftritt in einem kleinen Club wie dem Rosenhof immer schöner, aber so durften ein paar tausend mehr in den Genuss der Stadtaffen kommen.

In meinem nächsten Leben werde ich übrigens Rock- und/oder Popstar. Schon mal fürs Protokoll.

Verbündete suchen.

airbus

Der Weg zur Weltherrschaft ist lang, steinig und erfordert starke Bündnisse.

Völlig unabhängig davon war ich heute Gast bei Airbus in unserer schönen Hansestadt. Definitiv war das der restriktivste Besuch eines Unternehmens in meinem überschaubaren Leben.

Nach der Anmeldung bekam ich einen Gästeausweis mit Namen und Chipkarte und so. Damit kam ich dann auf den Parkplatz auf dem ich feststellen konnte, wie klein und blau ein kleiner, blauer Corsa im Vergleich zu den doppelt so großen, zehnmal so teuren und doppelt so schwarzen Autos auf dem Parkplatz ist. Im Ernst. Nähme man den Airbus Besucherparkplatz als Maßstab, könnte man meinen, in Deutschland fahren nur schwarze und silbermetallische Oberklasse-Autos. Und ein blauer Corsa.

Danach wurde ich von einem extra bestellten begeisterungsresistenten Feuerwehrmann in einem Shuttlebus zu „meiner“ Halle gefahren. Nicht mal die Frage, ob wir von der Halle 3 396 Hallen würden passieren müssen, bis wir bei Halle 400 ankämen rief eine Regung bei dem Fahrer hervor.

Gefährlicherweise aber weit weniger überraschend war in der Laptoptasche über meiner Schulter ein Laptop, den ich wohl hätte anmelden müssen, wir mir später berichtet wurde. Dann wurde ich durch diverse Hallen, Gänge und Gebäude in eine Cafetaria gezogen. Leider war das Fotografieren auf dem ganzen Gelände strengstens untersagt. Schon beeindruckend, was das so an den Flügeln rumgebaut wird. Auch die Landeklappen-Dinger (ist ein Fachbegriff; Anm. d. Autors) für den A380 sind schon beeindruckend dimensioniert.

Später kam es dann zu dem eigentlichen Meeting, was aber mindestens genauso Geheim bleibt wie folgende Bilder, die ich auf keinen Fall mit meinem Handy auf dem Airbus-Gelände schoss: gib mir den Rest »